Biografie

 

 

‘If you can make sound tell a story it becomes music, and were Daniel Weltlinger not a musician, he would still be a story-teller…he uses notes the way a supremely elegant writer – say, Austen or Orwell – uses words, so the sounds, rhythms and sentence constructions dovetail with the meaning so perfectly that the reader’s eye dances effortlessly along each line.’ John Shand – Sydney Morning Herald

‘Violinist Daniel Weltlinger composes and plays new material in the tradition of Django Reinhardt, but with a look to the future.‘ George W. Harris – Jazz Weekly

‚The violin sings in the hands of Daniel Weltlinger like no other.Peter Winkler – Music Trust Online


1977 in Sydney, Australien, geboren und aus einer französisch-ungarisch-jüdischen Familie stammend, ist der von der Kritik gefeierte Berliner Geiger und Komponist-Produzent Daniel Weltlinger seit Langem für seinen unverwechselbar warmen Klang und seine innovativen, expressiven Improvisationen in den Genres Gypsy-Swing, Jazz, Balkan-Jiddisch-Klezmer sowie experimenteller/frei improvisierter Musik bekannt. Er ist häufig als Interpret oder für Aufnahmen gefragt, oft in Zusammenarbeit mit zahlreichen erstklassigen Musikerinnen, Musikern und Ensembles in unterschiedlichsten Formaten, und wird für seine technische und musikalische Meisterschaft auf seinem Hauptinstrument besonders geschätzt.

Weltlinger wuchs als kleines Kind völlig verzaubert vom Geigenspiel seines Großvaters mütterlicherseits auf und begann im Alter von 5 Jahren mit dem Instrument. Er studierte intensiv klassische Musik und begann mit 8 Jahren den Unterricht an der Vorbereitungsabteilung des Sydney Conservatorium of Music bei Sam Podjarski, Alice Waten und Janet Davies und schloss 2001 ein Bachelor of Music in klassischer Musik am Conservatorium ab. Bereits einige Jahre vor Studienende entdeckte er eine Affinität zum Jazz und zur improvisierten Musik sowie zu der Musik seiner Kindheit; seither hat er in unzähligen großen Konzertsälen, Theatern, Festivals und Clubs in unterschiedlichsten Formationen in Australien, Neuseeland, Europa, China, Marokko, der Türkei, den USA und Israel gespielt und aufgenommen. Er arbeitet weiterhin mit zahlreichen renommierten Künstlerinnen, Künstlern und Ensembles zusammen, darunter der deutsch-sinti Gitarrist und Komponist Lulo Reinhardt, der in Berlin lebende deutsch/jiddische Chanson-Sänger Karsten Troyke und die Sängerin und Schauspielerin Sharon Brauner, die Berliner Big Band Moka Efti Orchestra, die polnisch-australische osteuropäische Folk-Soul-Jazz-Sängerin Nadya Golski und die mehrfach mit ARIA Awards ausgezeichnete australische Gyp-Rock-Band Monsieur Camembert unter vielen anderen. Er leitet das unabhängige Plattenlabel Rectify Records, das das Album ‘Koblenz’ hervorbrachte, das 2015 zu den besten Alben in Downbeat Magazine, zählte, und neben der Leitung verschiedener Projekte unter eigenem Namen weiterhin mit der australischen experimentellen Hip-Hop-Band ‘The Asthmatix’ mit langjährigen engen Freunden und Musikkollegen aufnimmt und auftritt, dem Pianisten/Keyboarder Daniel ‘Planeface’ Pliner und dem Turntablisten Micha ‘Morphingaz’ Walter.

Weltlingers unverwechselbarer Klang ist regelmäßig im Radio und Fernsehen weltweit zu hören und war Teil des preisgekrönten Soundtracks von Nikko Weidemann und Mario Kamien für die erfolgreiche Fernsehserie Babylon Berlin, realisiert von Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten, die im Oktober 2017 erstmals auf dem Sky Television Network ausgestrahlt wurde. Zu weiteren Film-, Dokumentar- und Theater-Soundtrack-Credits zählen unter anderem Love My Way (Stephen Rae), The Underpants (Alan John), Uncle Chatzkel (Guy Gross), Peking To Paris (Roger Mason), The Cat That Walked By Himself (Peter Winkler) und Meet The Waks Family (Neill Duncan). Weltlinger wurde von mehreren führenden internationalen Unternehmen unterstützt und profitierte 2010-2017 von der Förderung durch BNP Paribas in Australien und die BNP Paribas Foundation in Paris für die Entwicklung einer Aufnahme-Trilogie – Souvenirs (2011), Koblenz (2014) und Samoreau (2017) – für die er Originalmusik und Arrangements schrieb, inspiriert vom Werk des legendären belgischen Manouche-Gitarristen und Komponisten Django Reinhardt. Sein jüngstes Album Szolnok, das musikalisch die bemerkenswerte wahre Geschichte der Geige seines Großvaters erzählt, brachte Ende 2018 eine weitere Förderung von BNP Paribas in Mitteleuropa und erschien am 3. Mai 2019. Das Album wurde in Europa und Australien von der Kritik gefeiert und für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Weltlinger hatte weitere Partnerschaften mit dem dänischen Mikrofonhersteller DPA microphones, dem US-amerikanischen Streichinstrumentenhersteller Saga instruments sowie dem schottischen Hersteller für akustische Verstärkung und E-Violinen Skyinbow acoustic pickups. Er komponiert regelmäßig gemeinsam mit seinem langjährigen engen Kollegen, dem australischen Produzenten und Komponisten Bruce Maginnis für mehrere internationale Production-Music-Libraries, darunter Audio NetworkFableCavendish Music, The Funky JunkiesIntervox, Focus Music, Home Of Happy and Addictive Tracks.

Weitere Künstlerinnen, Künstler und Ensembles, mit denen er die Bühne geteilt und/oder aufgenommen hat, sind unter anderem:

Sydney Symphony Orchestra, Sydney Scoring Orchestra, Australian Youth Orchestra, Pinchas Zuckerman, Vladimir Ashkenazy, Larry Rachleff, Mikko Franck, Robert Spano, Wolfgang Christ, José Feliciano, Marianne Rosenberg, Bettina Wegner, Katharine Mehrling, Suzanna Meier, Dotschy Reinhardt, Eric Manana, Miki Gavrielov, Sangeet Mishra, Taraf de Haïdouks, Klezmatics, Dzambo Aguzevi Orchestar, Foaie Verde, SistaNagila, Time Rag Department, Andrej Hermlin, David Hermlin and his Swing Dance Orchestra, Whiskey Moonface, Korey Ireland, Daniel Kahn, Masha Raykhman, Mitya Gerasimov, Stochelo Rosenberg, Joscho Stephan, Paulus Schäfer, Lollo Meier, Mike Reinhardt, Sascha Reinhardt, Moro Reinhardt, Taylor Paucken, Jermaine Reinhardt, Christiano Gitano, Diego Reinhardt, Rino van Hooijdonk, Simone Magliozzi, Gaël Rouilhac, Janko Lauenberger, Lello Franzen, Rigo Winterstein, Ricky Adler, Feigeli Prisor, Mogeli Geisler, Smeily Adler, Douglas Martin, Fredi Gebhart, Alexey Krupsky, Daniel Stelter, Yuliya Lonskaya, Itamar Erez, Ian Date, Nigel Date, Cameron Jones, Peter Baylor, Jon Delaney, Caley Groves, Reuben Derrick, Phil Slater, Jim Denley, Kenneth Dahl Knudsen, Ingrid Halle, Roland Satterwhite, Sebastian Peszko, Joaquin Amenabar, Gene Pritsker, Jstar, Taylor Savvy, LMNZ, Aiko Aiko, Pascal Holper, Marian Tone, Tristan Honsinger, OE, Edouard Bronson, Ilan Kidron, Buddy Bolden Revival Orchestra, Fuego Lento, Waiting For Guinness, On The Stoop, Swing de Gitanes, Ensemble Olivinn und viele mehr.

 

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